Tote Mädchen lügen nicht

Was hörst du? Was liest du? Was schaust du dir an? In dieser Reihe geben unsere Autorinnen und Autoren Empfehlungen zur Nutzung des umfangreichen „kulturellen Kapitals“. Heute stellt unsere Schülerpraktikantin Anna Teixeira-Dittrich ihre aktuelle Lieblingslektüre vor.

Passend zur schaurig-schönen Herbstzeit, würde ich gerne „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher vorstellen. Diesen Roman haben wir als Schullektüre, von uns Schülern ausgesucht, in der Schule gelesen. Als ich ihn das erste mal in den Händen hielt, dachte ich, dass es doch wieder nur eine langweilige Schullektüre wäre. Doch als ich mich endlich Zuhause überwunden hatte, die ersten Seiten zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören und hatte den Roman bereits nach wenigen Stunden durch.

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Der Roman „Tote Mädchen lügen nicht“ (englischer Originaltitel Thirteen Reasons Why), handelt von der Schülerin Hannah Baker, die sich isoliert fühlt, jedes Vertrauen verliert und beschließt, mit einer Überdosis Tabletten in den Tod zu gehen. Zuvor dokumentiert sie auf 7 Kassetten mit 13 Seiten, welche Gründe es für ihren Suizid gegeben hat. Sie benennt 13 Gründe für ihren Suizid, der durch 13 Personen ausgelöst worden sei. Der Junge Clay Jensen kommt von der High School nach Hause und findet das Päckchen mit den Kassetten vor. Auch er zählt zu den 13 Personen, die zum Suizid von Hannah beigetragen haben. Die Tote verfügte, dass die Kassetten gewissermaßen als Kettenbrief an alle 13 angesprochenen  Personen, zwölf Mitschüler und einen Lehrer, weitergegeben werden. Clay Jensen war in Hannah verliebt, doch die Beziehung scheiterte, weil sie durch die Kränkung ihrer Mitmenschen für ihn nicht mehr erreichbar war. Am Ende schickt er die Kassetten an die nächste Person weiter.

Man liest den Roman von der ersten Seite an gern und man möchte immer wissen warum und wie alles passierte. Man kann sich in die Personen in der Geschichte gut hineinversetzen, vor allem bei Clay. Clay Jensen erzählt die Geschichte in Gegenwart und in der Ich-Form. Während er die Kassetten anhört wird der Teil, den Hannah Baker auf den Kassetten spricht in kursiver Schrift geschrieben. Hannah spricht auf den Kassetten auch in der Ich-Form und in Gegenwart. Das Buch ist sehr spannend, da die Geschichte praktisch mit dem Ende anfängt und der Leser zuerst gar nicht weiß, wer die Personen sind.

Fazit: Ein toller Roman, der einen echt fesselt.

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